Kreativität & Innovation im Weinglas

Wetterkapriolen wie der diesjährige heiße Sommer, große Trockenheit in der Toskana oder Hagel im Bordeaux fordern Weinberge extrem. Verbunden mit Feuchtigkeit im Frühjahr sind Rebstöcke anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Der Klimawandel fördert Erkrankungen wie den echten und falschen Mehltau. Zusätzlich werden die Pilzstämme zunehmend resistenter gegen konventionelle Behandlungsmethoden. 


„Die Herausforderung für den Weinbau ist schon jetzt der Klimawandel“ so Martin Darting, Winzer und Sensorik-Experte. Winzer reagieren darauf sehr unterschiedlich: Der Konventionelle setzt verstärkt spezifisch wirkende Fungizide ein. Der Bio-Winzer dagegen fördert Biodiversität und Bodenbelebung. 

 

„Mittel wie Glyphosat sind völlig überflüssig!“ so Martin Darting. Die Stärkung der Pflanzen ist das Ziel. Vermehrt werden auch PIWIS angepflanzt: Pilzresistente Rebsorten, die durch Zucht widerstandsfähiger gegen Mehltau sind und mit einem Minimum biologischer Pflanzenschutzmitteln auskommen. Einen Secco auf PIWI-Basis erzeugt z.B. das Weingut Schmidt. Zusätzlich unterstützen sie ihre Pflanzen z.B. durch Homöopathie – und das mit Erfolg! 


Dem Weingenießer rät Darting zur Experimentierfreude: „Sehr fruchtige Weine liegen ja im konventionellen Sektor schon länger im Trend. Der Bio-Anbau kann aber mehr als lapidares Fruchtaroma produzieren. Bio-Winzer erzeugen auch Weine, die traditioneller und mineralischer daherkommen (z. B. von La Cappuccina oder Heiner Sauer). Denn gesunde Bio-Weinberge liefern reichlich, vielfältige Nährstoffe und Mineralien für Weine, die begeistern und ihr „Terroir“ zeigen. Probieren lohnt sich.

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